Anleitung: Mercedes Automatikgetriebe ruckt – Magnetventil WÜK

Einleitung

Das Automatikgetriebe 722.6 ist ein 5-Gang Automatikgetriebe von Mercedes, welches unter anderem im W203 verbaut wurde. Wenn das Automatikgetriebe anfängt zu rucken, ist es wichtig, die Symptome genausten zu beobachten. Ruckt das Automatikgetriebe beim Schalten, beim Anfahren, im Schubbetrieb, beim Runterschalten, oder nur in den ersten Gängen ohne einen Schaltvorgang. Letzteres lässt auf eine Fehlfunktion der Wandlerüberbrückungskupplung, kurz WÜK, schließen.

Die WÜK besitzt die Aufgabe, den Schlupf im Wandler selbst in den höheren Gängen zu minimieren, durch das Überbrücken des Wandlers. In dieser Anleitung schildere ich einen Weg, einen Defekt an der WÜK zu diagnostizieren und den Fehler zu beheben.

Für jeden W203-Schrauber kann ich das Buch “Mercedes C-Klasse W 203 So wird’s gemacht” nur empfehlen. Dort findet ihr zahlreiche Anleitungen zu den gängigsten Problemen am W203. 

Symptome und Diagnose

Die WÜK wird elektronisch den oberen Gängen unbemerkt zugeschaltet. Normalerweise merkt man die Zuschaltung der Wandlerüberbrückungskupplung nicht. Die Ansteuerung der WÜK erfolgt über Öldruck. Dieser Öldruck wird durch ein elektronisches Magnetventil ausgelöst.

Die WÜK arbeitet normalerweise in den folgenden Zuständen:

  • Offen: Im 1. Gang unterhalb von 2000 U/Min
  • Schlupfend: In den Gängen 2. und 3. zwischen 1000 U/Min und 2000 U/Min
  • Geschlossen: Oberhalb von 2000 U/Min (ausgenommen der 1. Gang)

Folgende Symptome lassen sich bei einer Fehlfunktion der WÜK erkennen:

  • Drehzahlschwankungen zwischen 1000 U/Min und 2000 U/Min
  • Beim Beschleunigen ruckt das Getriebe im Drehzahlbereich zwischen 1000 U/Min und 2000 U/Min
  • Beim Abbiegen oder Anfahren am Berg gibt es einen Ruck im Drehzahlbereich zwischen 1000 U/Min und 2000 U/Min

Mittels einer StarDiagnose kann man die WÜK für kurze Zeit deaktivieren. Sollten die Symptome danach verschwinden, liegt definitiv eine Fehlfunktion im Bereich der Wandlerüberbrückungskupplung vor.

Dennoch lässt sich auch ohne eine Star Diagnose sagen: Wenn das Automatikgetriebe in den oben genannten Drehzahlbereichen ruckt und es fand kein Gangwechsel statt, liegt es höchstwahrscheinlich an der WÜK.

Elektronisches Magnetventil der WÜK defekt

Bevor man sich jedoch für ein Generalüberholtes Getriebe entscheidet, bleibt die Hoffnung, dass das Magnetventil auf der Platine der elektronischen Getriebesteuerung defekt ist. Zwar bietet eine Star Diagnose die Möglichkeit die Magnetventile auf Funktion zu testen, jedoch erfolgt dieser Test während Motor-Aus. Demnach ist es nicht möglich ein sich im Betrieb befindliches Magnetventil zu überprüfen.

Mögliche defekte am Magnetventil:

  • Der Kolben hängt, bzw. ist ausgeschlagen.
  • Das Magnetventil beginnt im Betrieb zu flattern.

Magnetventil der Wandlerüberbrückungskupplung wechseln

Nun möchte ich euch zeigen, wie ich den Wechsel des Magnetventils für die Ansteuerung der Wandlerüberbrückungskupplung durchgeführt habe.

Für den Wechsel benötigen wir:

Für den Wechsel des Magnetventils benötigt man ca. 3,5 Stunden. Beim Ausbau der elektronischen Steuereinheit ist absolut Sauberkeit von Nöten, daher sollte man die Innereien des Automatikgetriebes nicht auf Tüchern oder der Gleichen ablegen, um die Einheiten nicht mit Fusseln zu beschmutzen.

Wandlerüberbrückungskupplung adaptieren/anlernen

Nach dem Wechsel des Magnetventils ist es normalerweise erforderlich die Adaptionswerte im Steuergerät zurück zu setzen. Anschließend muss die Wandlerüberbrückungskupplung neu adaptiert werden. Die Adaption der WÜK kann ohne eine Stardiagnose erfolgen. Um die Adaption durchzuführen, muss der Motor und das Getriebe kalt sein.

  1. Den Motor starten.
  2. Bremse treten.
  3. Fahrstellung in “D”.
  4. 15 Sekunden mit getretener Bremse stehen.
  5. Bremse lösen.
  6. Solange fahren, bis die Motortemperatur um 10° angestiegen ist.
  7. Stehen bleiben und die Bremse bei eingelegter Fahrstufe erneut 15 Sekunden lang halten.

Diese Prozedur solange durchführen, bis der Motor seine Betriebstemperatur erreicht hat. Danach für eine längere Zeit mit einer konstanten Geschwindigkeit fahren.

Automatikgetriebeöl Füllstand kontrollieren

Um den korrekten Ölstand für das Automatikgetriebe zu bestimmen, muss die Öltemperatur mindestens 80 Grad betragen. Danach misst man bei laufenden Motor in Stellung P den Ölstand über den Einfüllstutzen. Der Messstab wird hierbei soweit eingeführt, bis er den Boden der Ölwanne berührt.

Weiterführende Links

Beachtet unbedingt auch noch die folgenden Links zum 722.6 Automatikgetriebe:

Zusammenfassung
Anleitung: Mercedes Automatikgetriebe ruckt - Magnetventil WÜK
Artikeltitel
Anleitung: Mercedes Automatikgetriebe ruckt - Magnetventil WÜK
Beschreibung
Das Automatikgetriebe ruckt! In dieser Anleitung zeige ich euch eine mögliche Ursache und Fehlerbehebung für das Rucken im 722.6 Automatikgetriebe.
Autor

46 Gedanken zu „Anleitung: Mercedes Automatikgetriebe ruckt – Magnetventil WÜK

  • K
    20. Januar 2017 um 15:19
    Permalink

    Hallo Patrick,

    super Anleitung.

    Als Ergänzung schlage ich noch den Wechsel des EGS-Steckers vor. Da kam es häufig zu Undichtigkeiten (Öl im Kabelbaum bis zum Steuergerät). Es gab drei oder vier verschiedene Teilenummern, die neueste a2035400253 zu erkennen an den schwarzen etwas dickeren O-Ringen (die ganz alten waren rot, dann weiß und jetzt eben schwarz).
    Achtung beim Ausbau, die Schraube mit Kältemittel behandeln, damit sich die Mutter in der dahinter liegenden Platine nicht mitdreht.
    Achtung beim Einbau, Anzugsmoment 2,5NM (zweikommafünf).
    Der EGS-Stecker kostet ca. 10€ bei MB.

    Antwort
    • P
      20. Januar 2017 um 15:22
      Permalink

      Hallo Kai,

      Du hast natürlich recht, das sollte man grad mit machen, vor 8 Monaten hatte ich den ersten Getriebeölwechsel gemacht, da war der Stecker noch dicht (Never change a running system). Nun, da der Stecker sowieso raus musste, habe ich diesen auch grad mit gewechselt – Eine Sorge weniger.

      Antwort
  • R
    30. April 2017 um 09:20
    Permalink

    Hallo zusammen, bei meinem W203 habe ich das Problem eines Ruckelns nur wenn er kalt ist d.h unter 60 Grad und nur wenn ich unter 1500 U habe und im stopp and go fahren muss. Also Stadtverkehr hinter Autos. Kann ich zügig durchfahren gibt es kein Problem und bei 60 Grad ist es weg. Dies macht er aber dann den ganzen Tag nicht mehr, auch wenn er in der Arbeit 6 Stunden stand.
    Getauscht wurden Nockenwellensensor mit den Ölstoppkabel, Steuerketten mit Nockenwellenversteller, Kraftstofffilter, Zündkerzen, Drosselklappe ausgebaut und gereinigt. Versteller sind ok.
    Mehrmals ausgelesen bei Mercedes und Bosch, kein Fehler erkennbar.
    Kann es das Magnetventil im Getriebe sein, wenn er das Ruckeln nur im ganz kalten Zustand macht wie beschrieben?
    Er schaltet wunderbar die Schaltvorgänge weich durch, wie uns die Werkstätten bestätigen.

    Antwort
    • P
      1. Mai 2017 um 22:29
      Permalink

      Hallo,

      Also zunächst einmal. Wenn man ein Rucken im Antrieb bemerkt muss man vorne beginnen.
      Der Motor muss aboslut top sein (um welcen geht es eigentlich?)
      Gutes Beispiel ist die Magnetkupplung im M112 ML (C32 AMG) wenn diese einkuppelt, gibt es ebenfalls einen Ruck.
      Wenn man den Motor ausschließen kann, muss man das Getriebe überprüfen. Danach kommen Motor- und Getriebelager und dann Hardyscheibe, Gelenkwelle(Kardanwelle) und Differenzialgetriebe.
      Zu guter letzt kann man noch das ESP überprüfen.

      Damit ich dir helfen kann, musst du mir mehr Input geben, wann wo und wie das Rucken in Erscheinung tritt und wann nicht.

      Wurde die WÜK mit der Stardiagnose schon einmal deaktiviert?

      Welches Baujahr ist der W203 (wichtig für die Getriebeversion, erst ab einem bestimmten Baujahr hat man die WÜK ab Gang 1)

      Grüße

      Antwort
  • B
    25. Juli 2017 um 00:29
    Permalink

    hi
    als ich das ehs bzw. Getriebesteuereinheit ausbauen wollte (die t30 schrauben) sind 2 schrauben kaputt gegangen also ich werde die ausbohren aber woher bekomme ich neue schrauben ich suche schon so lange

    Antwort
    • P
      26. Juli 2017 um 10:30
      Permalink

      Bei Mercedes.

      Wo sind sie denn abgerissen? Auf Höhe vom Schaltschieber? Dann Schaltschieber abnehme und die restliche Schraube einfach herausdrehen. Wenn sie auf der Höhe vom Getriebe abgerissen sind, wirst du wohl aufbohren und dann Linksausdreher benutzen müssen.

      Antwort
  • D
    2. Januar 2018 um 21:42
    Permalink

    Hallo erstmal großes Dankeschön für die Details ich habe bei meinem c270 W203 km/stand 198.000 dass Getriebeöl samt Dichtungen und Stecker mit original Mercedes Getriebeöl gewechselt.

    Nach ca 3 Wochen wollte mein Benz bei kalten Motor nicht mehr schalten um genauer zu sein erst bei ca 2100-2300 Umdrehungen. Und plötzlich war alles weg er steckte im 2 Gang fest.

    Nein Mechaniker meinte es ist die elektronische Platine???
    Getan getauscht dann kam der Anruf dass es doch die EHS Elektronisch Hydraulische Steuereinheit ist und dabei hat er auch die Dichtungen (Magnet) 4 Stück getauscht.

    Um es kurz zu fassen sein Rat war die ersten 1000km ja kein Kickdown verwenden es sei den dass es wieder passiert denn das Getriebe sollte sich neu anlernen.

    Antwort
    • P
      15. Januar 2018 um 20:23
      Permalink

      Wenn das Getriebe nur noch im 2. Gang verbleibt, befindet es sich im Notlauf.

      Neu Anlernen vom Getriebe findet innerhalb von 5 auf und abwärtsschaltungen in jedem Gang statt, da reichen auch 30km.

      Wo der Fehler liegt, kann ich natürlich mit den nur wenig Informationen nicht sagen. Allerdings hatte ich auch schon eine defekte schwarze Elektroplatte. Die Leiterbahnen waren irgendwo defekt und das Getriebe sprang ständig in den Notlauf.

      Wenn das Getriebe in einem Gang hängen bleibt, gibt es viele Ursachen. Bitte hierzu einfach mal den Beitrag über die elektro-hydraulische Steuereinheit lesen. (https://www.derpade.de/anleitung-722-6-automatikgetriebe-schaltschieberkasten-zerlegen-und-reinigen/)

      Antwort
  • U
    13. Januar 2018 um 22:03
    Permalink

    Hallo an alle, also ich habe auch das Problem mit dem ruckeln…
    W203 CDi bj. 2003 123000 km…
    Ich möchte euch den Werdegang so gut es geht schildern…
    Es ist morgen und es ist kalt, ich starte das Auto. Lege D ein und fahre los, gebe nur vorsichtig Gas das sonst meine Drehzahl schnell über 2500 rtm geht, es findet indem ersten 10 min ( 2 km ) kein oder sehr schlechter Gangwechsel statt , das Auto hängt bei 2000 Turen ( Rekord lag bei 14sec ) dann schaltet er so…. als würde er zwischen den 1. und 2 Gang hängen , die Drehzahl ( von 2000 rtm auf 1800 rtm ) als das ATG merkt das da was nicht stimmt schaltet er runter ( rtm bei 1000 ) es fängt an zu Brummen. Das dieser Zustand nicht normal ist merkt das ATG schnell und schaltet mit ruckeln wieder hoch ( 2200 rtm ) und dieser Zustand geht so 2 km bis er etwas warm wird… wenn er warm ist gibt es kein ruckeln aber die schaltvorgänge lassen trotz Bezriebstemperatur auf sich warten. Das ATG braucht lange um zu schalten daher habe ich so 12 – 15 Liter Verbrauch beim Diesel. Falls jemand etwas ähnliches hat und mir einen Tipp geben kann wehre ich sehr dankbar… auch gerne telefonisch. 015786256029. Danke an den Autor super Sache…

    Antwort
    • U
      15. September 2020 um 18:11
      Permalink

      Hallo an alle,

      Ich antworte jetzt auf meine Frage aber ich finde nicht den Fragen Button.
      Kennt jemand im und um Hamburg einen Getriebespeci der dieses Problem lösen kann…

      LG an alle und Top Beiträge

      Antwort
  • G
    6. Februar 2018 um 08:55
    Permalink

    Hallo,

    tolle Anleitung, ist sie auch für ein 722.9 Getriebe anwendbar?

    Grüße

    Antwort
    • P
      11. Februar 2018 um 11:29
      Permalink

      Hallo,

      Leider kenne ich mich mit dem 722.9 Getriebe nicht aus :-/.

      Grüße

      Antwort
  • s
    1. Juli 2018 um 22:42
    Permalink

    Hallo,
    Mein s203 am hang gibt es ein leichtes rucken und ab und zu beim einschalten geht er in den notlauf dann fahre ich 20 meter schalte ihn aus und wieder ein schonn ist der notlauf nicht da schaltet wieder butterweich kann es da auch am magnetventill hängen

    Antwort
    • P
      2. Juli 2018 um 11:26
      Permalink

      Mein Gefühl sagt mir, dass es vermutlich nicht an der WÜK liegen wird, sondern eher am Getriebe selbst.
      Ich würde mal in Richtung Drehzahlsensoren schauen. Am Besten die Werte mal auslesen.

      Viel Erfolg.

      Antwort
  • T
    15. Januar 2019 um 20:03
    Permalink

    Hallo
    Mein w204 c180 kompressor schaltet nicht hoch ,bleibt sogar Manchmal I’m 1 gang bergauf ,
    Drehzahlschwankungen ,

    50.000 km und Baujahr 2011

    Stardiagnose ist ohne fehler

    Verbrauch ist hoch
    Ueber jede Hilfe dankbar

    Antwort
    • P
      21. Januar 2019 um 21:41
      Permalink

      Was sagen denn die Life-Daten der Stardiagnose?
      Dort gibt es ein Menü mit “Ist-Gang” und “Ziel-Gang”.

      Ich würde bei den Magnetventilen anfangen, dann den Schaltschieber prüfen.

      Antwort
      • T
        22. Januar 2019 um 12:23
        Permalink

        Wo sitzt dieses magnetventil?

        Antwort
        • P
          28. Januar 2019 um 13:37
          Permalink

          Auf dem Schaltschieberkasten.

          Antwort
  • O
    20. Februar 2019 um 12:15
    Permalink

    Hallo Patrick finde deine Seite an erster Stelle echt Toll.
    Kommen wir zu meinem Problem.

    Ich fahre einen CLK 320 w208 mit dem gleichen getriebe halt.

    Ich habe ein Sympthom und der wäre folgender:

    Das Auto schaltet eig ganz normal jedoch fiel mir seit einiger Zeit auf dass er zwischen dem 3. Und 4. Gang hart schaltet aber nur wenn man langsam fährt z. B Ich bin im 3. Gang fahre (gleite) gemütlich bei 2000 Umin und er möchte in den 4. Gang schalten dann wartet der manchmal ne 1-2 Sekunden und schaltet dann in den 4. Und das aber halt sehr bemerkbar Schon ruckartig. Jedoch wenn man z. B schneller fähr kein kick down jedoch halt etwas mehr auf dem Gas ist schaltet er ganz normal von 1-5. Was würdest du sagen dazu??

    Antwort
    • P
      26. Februar 2019 um 10:55
      Permalink

      Hallo,

      Das ist leider ganz schwer zu beurteilen. Man müsste mal die Life-Daten auswerten und schauen, was in diesem Moment passiert. Dann könnte man eine Aussage darüber treffen, ob die WÜK dafür verantwortlich ist, oder die Schaltung an sich.
      Es gibt natürlich viele Ursachen, wie altes Öl, verschlissener Schaltschieber, verschlissene Freiläufer/Lamellenkupplungen oder defektes Magnetventil usw.

      Antwort
  • M
    2. März 2019 um 11:25
    Permalink

    Hey Patrick, ich bin wirklich begeistert von diesen super Beiträgen auf der Seite. Die Beiträge haben wir auch schon oft weitergeholfen und daher auch viel Geld gespart. Vielen Dank erstmal dafür 🙂

    Ich habe bei meinem 200 Kompressor Baujahr 10/2005 das Problem, dass er beim Anhalten so weit mit der Drehzahl runter geht, dass er manchmal schon droht auszugehen. Nun wurde das Magnetventil getauscht, was auf jedenfalls Fall dem Getriebe spürbar gut getan hat. Leider ist das Problem damit nicht ganz verschwunden aber meiner Auffassung nach definitiv seltener geworden. Leider hat derjenige das Ventil nicht angelernt was ich versuche heute Abend nachzuholen mit deiner Anleitung. Zusätzlich ist spürbar, dass das Problem unterschiedlich stark/häufig Auftritt ob man im Modus S oder C fährt. Meiner Kentniss nach soll die Ansteuerung der WÜK unterschiedlich sein, wenn man in C fährt.

    Kann es an der fehlenden Anlernung liegen ?

    Mit freundlichen Grüßen

    Marcel

    Antwort
    • P
      6. März 2019 um 16:46
      Permalink

      Hallo Marcel,

      Vielen Dank für das positive Feedback erstmal.
      Ich befürchte, dass eine Adapation das Problem nicht lösen wird. Wenn ich eins gelernt habe, dann dass eine Adaption keine schwerwiegenden Probleme löst, sondern nur leichte “schönheitsfehler” behebt.
      Als ich damals mein WÜK-Problem bei einer Niederlassung angesprochen hatte, erhielt ich als erste Frage “Stirbt der Motor schon ab, wenn man bremst oder ist es noch nicht so schlimm”. Wenn ich mich richtig erinnere, funktioniert die WÜK in den Mercedesgetrieben genau andersherum. Sie muss nämlich aktiv geöffnet werden (Aber bei dieser Aussage bin ich mir nicht so sicher).
      Allerdings befürchte ich, dass entweder dein Schaltschieber eine Macke hat oder der Wandler in dem sich die WÜK befindet. Vielleicht lässt sich das Problem durch eine Spülung beseitigen.

      Ich wünsche dir viel Erfolg.

      Antwort
  • A
    14. April 2019 um 10:52
    Permalink

    Hallo Patrick,

    viele Dank für den Artikel zum Tausch des Ventils der Wandlerüberbrückungskupplung!
    Mein S211 hatte genau das Fehlerbild: Bei Temperaturen <10°C starkes Ruckeln abseits von Gangwechseln um 2000 1/min. Tausch des Ventils brachte die Abhilfe.
    Danke und Gruß
    Arne

    Antwort
    • P
      15. April 2019 um 10:45
      Permalink

      Hallo Arne,

      Das freut mich sehr.
      Hast du es in einer Werkstatt tauschen lassen?

      Antwort
  • S
    20. April 2019 um 14:10
    Permalink

    Hallo erstmal großes Dankeschön für die Details.
    Zu meinem Problem ,im kalten Zustand gibt es keinen Ruck von P auf R oder D
    sobald aber mein Wagen auf Betriebstemperatur ist Ruckt es von P auf R oder D .
    und es sind leichte Vibrationen im Innenraum spürbar im Leerlauf auf D oder R ,sind minimale leerlaufschwankungen an der Nadel sichtbar( Motorlager Getriebe Lager wurden bereits gewechselt.
    Getriebe oil Spülung Wurde auch gemacht ,Keinerlei Fehler im Getriebe oder Motor SteurerGerät
    bis auf Multifunktion (SAM – Front (Signalerfassung und Steuergerät – vorne) –
    SAMV203 – MT/AT)B1029 – AAC-Steuergerät sendet keine Daten. Tritt ein Fehlercode ohne Meldung und
    ohne Auftreten einer Störung auf, Fehlerspeicher löschen und eine
    Funktionsprüfung durchführen.
    – Permanent
    Wo Könnte der Fehler sein?
    Clk W209 55 AMG WDB2093761F035915

    Antwort
    • P
      23. April 2019 um 09:06
      Permalink

      Hallo,

      Bitte könntest du dieses “Rucken” näher beschreiben, denn ein Rucken von P auf R, oder von P auf D oder von N auf R/D ist völlig normal und physikalisch gar nicht zu umgehen.
      Leerlaufschwankungen sind wohl bei den Baureihen M113 und M112 völlig normal, ich habe mittlerweile einige M113 und M112 erlebt und so ziemlich jeder hatte ein leichtes Zucken im Leerlauf.
      Ich habe versucht bei meinem M112 dieses Zucken zu beseitigen, in dem ich nahezu alles erneuert habe, was damit zu tun haben könnte, gebessert hat es sich nicht, weshalb ich mich damit abgefunden hatte.

      Grüße,
      Patrick

      Antwort
      • S
        23. April 2019 um 10:10
        Permalink

        Vielen dank für die antwort Patrick

        Also dies Rucken ist nur ganz minmal sobald ich den wagen starte wenn er Kalt ist, sobald er aber seine betriebstemaparautur von 60, 80 Grad hat und ich dann von D auf R Schalte oder von P auf D ist diesen Rucken stärker .auch wenn ich eine Sekunde Auf N verbleibe und dann auf R oder D Schalte ist dieses Rucken wahrnehmbar und stärker als im kalten Zustand.
        Dieses Zucken im Leerlauf oder im stand auf D und R zb an der Ampel und die leichten Vibrationen Wunden mich schon ein wenig,,
        Sie sind auch nicht immer spürbar, Manchmal kommt es mir auch so vor als ob das Kombiinstrument leicht Hell und dunkler wird wenn es zuckt und ich die Vibration merke.
        Zylinder Laufruhe Test Keine Auffälligkeit.
        Zündkerzen (Bosch) Alle Zündkabel (Bosch) Batterie (Bosch) LMM (Bosch) O Ringe Der EinspritztDüsen,Ansaugbrücke untere Metall Dichtung ,Ansaugbrücke Geöffnet Klappen Geprüft Keine Losen Schrauben (Abgedichtet mit LOCTITE 5970) Wurden bereits erneuert,ich lese viel von das der Motor mit NGK Zündkerzen Ruhiger Laufen Soll?
        Für jeglichen Tip Deiner Seite Wäre ich sehr Dankbar

        Mit freundlichen grüßen

        Patrick Schmidt

        Antwort
        • P
          23. April 2019 um 12:12
          Permalink

          Also das Rucken beim Schalten von P auf D empfinde ich persönlich als vollkommen normal, wenn es einmalig auftritt. Das ist physikalisch bei einem Wandlergetriebe auch ganz normal, da ja schließlich die Räder blockieren (Bremse getreten) und der Wagen in P sich im Leerlauf befindet (Kein Kraftschluss von der Kurbelwelle bis zu den Rädern). Wenn man nun in D oder in R schaltet, wird der Kraftschluss geschlossen und dadurch gibt es einen kleinen Ruck. Das ist aber wie gesagt vollkommen normal und lässt sich bei einem Wandlergetriebe mit dem berühmten “Kriechen” nicht verhindern. Der Wagen rollt ja auch ganz leicht, wenn du von der Bremse gehst.

          Zu deinem Zucken:
          Ich kenne das Symptom von meinem C32 AMG, wenn der Motor warm war, hat er an jeder Ampel ein wenig gezuckt. Die Laufruhenerkennung hat nichts auffälliges gezeigt. Ich habe es gehasst damals an einer Ampel zu stehen, weil dieses Zucken einen wahnsinnig gemacht hat. (Hatter vorher einen M271 4-Zylinder und der lief deutlich ruhiger als der M112 6-Zylinder).

          Ich hab damals erneuert:
          – Alle Dichtungen im Ansaugbereich
          – Alle 4 Lambdasonden neu
          – Neue Zündkerzen (Iridium)
          – Neue Zündkabel
          – Teilweise neue Zündspulen
          – O-Ringe der Einspritzdüsen

          Es hat sich nichts getan. Ich habe monatelang nach diesem Zucken gesucht, habe in meinem Bekanntenkreis mir alle M113/M112 angeguckt, jeder hatte das Zucken, nur den Besitzern ist es gar nicht aufgefallen.

          Ich weiß nicht, ob es Einbildung war, aber ich hatte damals das Gefühl, dass es mit einer frisch geladenen Batterie wesentlich seltener auftritt, vielleicht hat es was mit dem Spannungsregler der Lima, oder der Lima selbst zu tun.

          Ich kann dir leider nicht mehr als Vermutungen zu diesem Thema geben, da ich es bei meinem niemals vollständig wegbekommen habe. Was man auch nicht vergessen darf, die Entwicklung dieser Motoren war irgendwas mit 199x, weshalb man sie vielleicht nur bedingt mit heutigen Motoren in Sachen Laufruhe vergleichen darf. Der OM642 läuft beispielsweise sehr ruhig für einen Diesel. Wurde auch wesentlich später entwickelt als die M11x-Reihe.

          Antwort
  • T
    27. November 2019 um 17:04
    Permalink

    Hallo Patrick,
    erstmal vielen Dank für die sehr Informative Seite. Nicht viele geben soviel preis wie du!

    Nun zu meiner Frage:

    Du schreibst,
    „Nach dem Wechsel des Magnetventils ist es normalerweise erforderlich die Adaptionswerte im Steuergerät zurück zu setzen. Anschließend muss die Wandlerüberbrückungskupplung neu adaptiert werden. Die Adaption der WÜK kann ohne eine Stardiagnose erfolgen. Um die Adaption durchzuführen, muss der Motor und das Getriebe kalt sein. „

    Benötige ich dazu die SD, um die Adaptionswerte zurückzustellen? Oder passiert dies automatisch? Denn das anlernen funktioniert ja auch ohne, wie du schreibst…..

    lieben Dank im voraus Tom

    Antwort
    • P
      28. November 2019 um 17:10
      Permalink

      So wie ich das deute, benötigt man keine StarDiagnose. Die Adaptionswerte werden ja ständig angepasst.
      Wenn man jedoch den spürbaren Effekt direkt bei der Probefahrt haben will, dann muss man diese Werte eben zurück setzen. Damit wird das Steuergerät angewiesen direkt eine Adaption durchzuführen.

      Antwort
  • M
    28. November 2019 um 14:46
    Permalink

    Moin,
    besten Dank für die Anleitung, ich bin mir nur nicht sicher, ob das mein Problem trifft:
    SLK32 aus 2001 mit 150tkm – Getriebe wurde kürzlich gespült.
    “Unplausibler” Bremslichtschalter wurde auch getauscht.

    Es tritt manchmal ein heftiges Rucken beim runterschalten von 3-2 auf.
    Nie, wenn ich manuell runterschalte, nur wenn man z.B. an eine Kreuzung heranrollt, eine Lücke sieht und bei ca. 10-20kmh dann etwas “drauftritt”. Dann kann es passieren, dass erst der Motor etwas hochdreht (als wenn er im Leerlauf wäre) und er dann erst den 2. reinballert. Räder drehen dan natürlich ein wenig…

    Das ist leider nicht gut reproduzierbar. Was kann das sein?
    Der Getriebe-Spüler meinte, es sei nicht die WÜK. Ob er das fachmännisch geprüft hat kann ich nicht sagen.

    Gruß
    Martin

    Antwort
    • P
      28. November 2019 um 17:12
      Permalink

      Puh, das ist ganz schwer zu sagen aus der Ferne.

      An deiner Stelle würde ich eine Probefahrt machen und die Life-Werte des Getriebes auslesen.
      Dann kann man während des “Ruckens” bereits sehen, ob sich um einen Schaltvorgang handelt, oder die WÜK von offen zu schlupfend/geschlossen wechselt.
      Hat man das rausgefunden, dann kann man weiter suchen.

      Viel Erfolg.

      Antwort
  • M
    2. Dezember 2019 um 18:38
    Permalink

    Hallo Patrick.
    Vielen Dank für den super Beitrag und deine Hilfe an die Leidgeplagten. Ich bin mit meinem W211 auch einer von denen wo das Getriebe brummt und die Schaltung bei kalten Temperaturen etwas härter und teilweise aber auch gleitend, bzw. erhöhte Drehzahl im Gang hat. Mitunter ein Gefühl als wenn er ohne Gangwechsel schalten will. Spülung wurde gemacht, keine Besserung. Nun will ich mal an die Wük. Meine Frage, wie sind die Anzugswerte für die Einheit mit den Magnetventilen zum anschrauben?
    Gruß, Markus

    Antwort
  • W
    5. Februar 2020 um 17:03
    Permalink

    Wenn das Getriebe seltsam schaltet und der Getriebeölstand stimmt, kann es manchmal helfen, das “Gedächtnis” des Getriebes zu löschen:

    – Den Schlüssel auf Position 2 drehen (Schloßreihenfolge: 0-1-2-Start).
    – Das Gaspedal soweit durchtreten, bis man den Kick-Down-Knopf drückt und diesen dann für mehr als 5 Sekunden halten.
    – Danach den Schlüssel auf 0 stellen (den Schlüssel aber nicht abziehen) und dann erst das Gaspedal los lassen.
    – Zum Schluß noch ca. 2 Minuten warten, danach den Schlüssel abziehen.

    Dazu gibt es viele Videos im Internet.

    Antwort
    • P
      5. Februar 2020 um 20:42
      Permalink

      Hallo Willi,

      Die von dir genannte Methode funktioniert nicht.
      Das weiß ich, weil ich es selbst durchgeführt habe und die Adaptionsdaten vorher und nachher mittels StarDiagnose ausgelesen habe.

      Grüße

      Antwort
  • S
    3. März 2020 um 12:25
    Permalink

    Hallo zusammen:
    Ich habe folgendes Problem, das mein Fahrzeug in Notlauf geht. Agr Ventil gewechselt Differenzdrucksensor gewechselt, Getriebe öl-Spülung auch erfolgt vor kurzem, allerdings geht der Fehler seit Oktober 2019 nicht weg, zum Getriebe: wenn ich ihn bei 120,130 kmh habe und ihn dann loslasse das er von alleine runtergeht macht er ab und zu einen ruck aber deutlich, was er definitiv vor Oktober nicht gemacht hat, Autobeschreibung: w212,350cdi,bj.2011. 265ps. Vom Gefühl her ist es wie als würde er nicht wissen welchen gang er nehmen soll oder in welchem er ist um in den nächsten zu schalten, allerdings muss ich dazu sagen das er auch gut Rus ausschlägt. wir suchen bis heute so zu sagen nach ner Nadel im Heuhaufen, möchte ihn aber nicht abgeben oder verkaufen müssen ,lief bis Oktober tadellos. Wenn jemand das selbe Problem hat oder gehabt hat, bitte ich eventuell um Einkrenzung der häufigsten Fehler.

    Antwort
  • K
    5. April 2020 um 15:23
    Permalink

    HAllo
    Ich bin mit Freude auf diesen Beitrag gestoßen.
    Wir haben ein Jeep Grand Cherokee WK2 von 2013 3.0CRD 241 PS mit dem NAG1 /22.6 5 Gang getriebe.

    Der Fehler ist,wenn der Wagen Kalt ist und wir los fahren,scheint alles normal,bis zum Gang Wechsel,da dreht er sehr hoch und Schaltet dann Ruppig in den 2 und danach in den 3. mit wenig drehzahl und brummt ganz leicht weil untertoutig.
    Dann ab und ann springt er zwichen den gängen hin und her…
    Habe eine Getriebespühlung machen lassen bei einem ZF Partner in Köln,habe auf den Fehler hin gewiesen.
    Leider ist dieser Fehler immer noch,denke sogar etwas schlimmer.

    Nutzt es was,die Platine und dieses Druckventil zu Tauschen?
    Auf den Bildern hat er ja 6 stück und nur das ganz rechte soll getauscht werden?

    Lg und Danke für diese Anleitung

    Antwort
  • D
    25. Juni 2020 um 13:34
    Permalink

    Hallo, ich fahre einen X218 250d 4matic (sprich einen hübscheren S212 :-D) und aktuell bemerke ich, dass die Drehzahl beim Gangwechsel 1 auf 2 und 2 auf 3 während des Beschleunigens leicht ansteigt.
    Man merkt kein richtiges Aufheulen des Motors o.ä., einfach nur diesen minimalen Anstieg der Drehzahl bevor der nächste Gang eingelegt ist.
    Daher wollte ich fragen, ob dieses Verhalten beim CLS mit der o.g. Motorisierung und der 4matic eventuell normal ist, da die Gangwechsel so verschliffener ausgeführt werden?
    Habe es sowohl im E als auch im S und im Manuellen Modus probiert, das Verhalten zeigt sich aber bei allen drei Modi identisch.

    Es ist Last und Beschleunigungsabhängig, je nachdem wie stark oder schwach ich beschleunige etc.
    Habe es mal versucht aufzunehmen und finde dort kann man es m.E. etwas erkennen bzw. auch am Motorklang hören (auch wenn die Kamera nicht richtig fokussiert hat).
    Video habe ich auf YouTube hochgeladen und den Link hier angefügt.
    Vielleicht mag sich das einer von euch einmal anschauen/anhören und bescheid sagen, ob euch dort etwas auffällt.
    https://youtu.be/XnrS_FDQoZo

    Viele Grüße

    Antwort
  • O
    3. August 2020 um 21:59
    Permalink

    Hallo Patrick,

    erstmal super Seite, ich bin seit kurzem Besitzer eines E500 bj09/05.
    Als ich das Fahrezeug gekauft habe, ging das Getriebe einwandfrei nach einer Woche hatte ich ihn dann mal bei einem Freund auf der Bühne, dabei habe ich gesehen, das die Dichtung am Getriebeöldeckel undicht war, also entschied ich mich das Fahrzeug zu einem Getriebeölwechsel zu MB zu bringen.
    Gesagt,getan als ich das Fahrzeug wiedergeholt hatte sagte der Meister mir das Öl war recht schwarz und verbrannt.
    Komischerweise habe ich seitdem aber das Probelm das das Fahrzeug beim durchbeschleunigen mit ca. halbgas im 2bzw 3ten Gang hängen bleibt, vorher geht aber ein Ruck spürbar ins Getriebe, danach hängt es in einem der besagten Gänge fest.
    Starte ich das Fahrzeug neu, ist der Fehler vorerst weg, lässt sich aber reproduzieren.

    Das Fahrzeug fiel dann auch in den Notlauf ,sodass ich zu Mercedes gefahren bin und von den netten Menschen dort verlangt habe das Fahrzeug wieder gangbar zu machen, da es ja vor dem Wechsel problemlos lief.

    Angeblich hing nur der Drehzahlsensor fest, also wurde der Fehler gelöscht und nach einer ausgiebeigen Probefahrt des Meisters persönlich wurde mir gesagt ist wieder alles ok.

    Nichts wars, ich saß keine 5 min im Auto gab von der Ampel aus nur etwas mehr Gas kein kickdown , das Auto beschleunigte schaltetet in den 2 gang, es gab einen ruck ohne schalten und das wars wieder.

    Der Meister erklärte mir es kann sein das sich etwas altes Öl gelöst hat und jetzt den Sensor verschmiert hat, bzw ein Magnetventil hing…
    Die Frage ist was nun, hast du einen Rat für mich?

    ich wäre die sehr dankbar…

    Mfg Ooskar

    Antwort
    • P
      13. August 2020 um 13:41
      Permalink

      Hallo Oskar,

      Entschuldigung für die späte Antwort.
      Wie ist denn der aktuelle Stand dieses Problems? Eigentlich müsste sich Mercedes bemühen, das Problem zu beheben, schließlich trat es ja exakt danach auf.

      Zum Phänomen:
      Exakt das selbe Problem hatte ich, als ein falscher Schaltschieber in meinen C32 AMG verbaut wurde. Der 2. und 3. Gang lies sich bei Vollgas nicht einlegen, der Motor ging in den Begrenzer und dann wurde mit einem Schlag heftig eingekuppelt, dass teilweise die Räder dann durchdrehten. Wahrscheinlich war die Ursache ein mangelnder Öldruck, um die Bremsen im Planetengetriebe zu betätigen. Das dürfte wahrscheinlich nicht deine Ursache des Problems sein. Dennoch würde ich sagen, dass irgendwas im Getriebe nicht genügend Öldruck bekommt. Vielleicht wegen Schmutz, der sich nun gelöst hat? Vielleicht ist aber auch zu wenig Öl im Getriebe?

      Ich hoffe, dass MB das Problem findet und wünsche dir viel Glück.

      Antwort
  • O
    13. August 2020 um 17:21
    Permalink

    Hallo Patrick ,

    gar kein Problem mit der verspäteten Antwort.
    Also tatsächlich war ich heute selber soweit das ich mit in den vergangenen Tagen eine neue Steuereinheit bestellt habe und nochmal einen kompletten Ölwechselsatz .
    Heute wollte ich dann anfangen die EHS auszubauen und nach deiner Anleitung aufzumachen und zu säubern.
    Es war früh um 8 Uhr ich fahr das Auto warm, fahre bei einem bekannten auf die Bühne, lasse das keine 800 km alte Öl ab, schraube den Ölsteckerstecker ab welcher übrigens doch etwas feucht war( hatte aber einen vorsorglich da) .
    Dann die Überraschung, nach abbau der Ölwanne , was ich fassungslos.
    MB hat tatsächlich vergessen einen Ölfilter einzubauen .
    Ich natürlich angerufen die haben das Auto mit dem Schlepper geholt , haben ihren Fehler auch offen gestanden .
    Folge das Fahrzeug steht jetzt da, sie wechseln nochmal komplett diesmal mit Filter und schauen ob es damit erledigt ist, ich habe natürlich darauf gepocht, aufgrund ihres Fehlers gegen evtl. Später auftretende Folgeschäden abgesichert zu sein. Sie sagten dafür finden wir eine Lösung .
    Der Meister hat sich hundertmal entschuldigt , natürlich habe ich auch gleich gesagt das ich für die nächste anstehende Sache natürlich einen großzügigen Preis erwarte .

    Ja , Fazit bis jetzt is das Auto noch dort und werde es sicher morgen abholen können, dann schauen wir mal.

    Antwort
    • P
      13. August 2020 um 20:02
      Permalink

      Ach du Schreck.
      Dann wird das Problem mangelnder Öldruck gewesen sein und die Pumpe hat dann teilweise Luft gesaugt. Ich hoffe, es gibt keine Folgeschäden, aber die Wissen schon, was dann alles neu muss und vielleicht hast du dann Glück im Unglück und bekommst ein paar Teile ersetzt.
      Aber finde ich gut, dass MB seinen Fehler eingesteht, hätten ja auch sagen können “Nö, das waren wir nicht.”
      Halt uns auf dem Laufenden.

      Antwort
      • O
        13. August 2020 um 20:16
        Permalink

        Ich hoffe das es vorerst mit dem Einbau des Ölfilter erledigt ist und alles wieder funktioniert und es keine Folgeschäden gibt, aber falls will ich mich eben absichern und eine schriftliche Zusage von der MB Werkstatt haben das im Falle des Falles sie aufgrund der fehlerhaften Wartung die Kosten für die Reparatur tragen, da es ja nicht mein Verschulden ist, wenn ein Monteur dort seine Arbeit nicht richtig ausführt.
        Das Fahrzeug fuhr ja lustigerweise ohne Probleme wenn man es ruhig hat angehen lassen, also hoffe ich das es keine Schäden gab.
        Ich war auch positiv überrascht, das sie ihren Fehler eingestanden haben und hoffe nun natürlich das alles weitere was folgen könnte auf Kulanz ihrerseits erfolgt.

        Wenn ich das Fahrzeug wieder habe berichte ich natürlich.
        Bin froh wenn da endlich Ruhe ist 14 Tage Urlaub und 6 davon nur wegen dem Auto unterwegs gewesen , nervt einfach nur .

        Antwort
        • P
          14. August 2020 um 09:06
          Permalink

          Wahrscheinlich hat die Pumpe einfach Luft gesaugt beim Beschleunigen, weil das Öl sich dann im hinteren Ende der Wanne ansammelt und die Öffnung der Ansaugung sehr weit vorne ist.
          Und der Filter dient ja gleichzeitig auch als “Rüssel”.

          So kann man natürlich auch seinen Urlaub verbringen :-/
          Wann wird das Problem behoben?

          Antwort
          • O
            14. August 2020 um 12:29
            Permalink

            Hallo, das Problem wurde heute behoben und das Auto fährt wieder wie vor dem Wechsel.
            Auf evtl. Folgend Zusammenhängende Schäden am Getriebe habe ich die Zusicherung das es von denen übernommen wird , und für meine kleine Undichtheit am Differential hinten wird mir bei der Rechnung sehr entgegengekommen so Aussage des Meisters.
            Nochmals entschuldigt und alle waren vorerst froh .

            Problem vorerst behoben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Notify me of followup comments via e-mail. You can also subscribe without commenting.