Testbericht: Tevo Tornado von Gearbest

Tevo Tornado

270€ bis 351€
8.6

Druckergebnisse

10.0/10

Für Einsteiger geeignet

10.0/10

Druckvolumen

10.0/10

Sicherheit

5.0/10

Upgradebar

8.0/10

Positiv

  • Großzügiger Druckraum
  • Für Einsteiger geeignet
  • Dauerdruckplatte inklusive
  • Gute Hardware-Komponenten
  • Auto-Bed-Level Sensor nachrüstbar

Negativ

  • Keine Erdungsleiter verbaut am 230V Heizbett
  • Kabel der Control-Box zu kurz

Einleitung

Der Tevo Tornado 3D Drucker
Der Tevo Tornado 3D Drucker

In diesem Testbericht möchte ich euch den neuen “Trend”-3D Drucker vorstellen. Der Tevo Tornado (quasi ein verbesserter CR-10) wurde mir freundlicherweise vom Online-Shop Gearbest für diesen Testbericht zur Verfügung gestellt.

Unboxing

Wow! Der Tevo Tornado wird via Hermes (früher setzte Gearbest auf DHL) in einem maßgeschneiderten Karton geliefert. Zwar wird der 3D Drucker nicht als “Out of the Box” geliefert, dennoch ist er innerhalb kürzester Zeit sofort einsatzbereit. Der erste Eindruck war erstaunlich gut. Beim Tevo Tornado setzt man auf Nutprofile in Verbindung mit Aluminiumteilen für die Laufschlitten, Winkel usw.

Neben dem 3D Drucker und seiner dazugehörigen Control-Box erhält man noch eine Aufbauanleite, die die ersten Schritte bebildert aufzeigt. Weiteres Zubehör, wie Inbus-Schlüssel, Maulschlüssel, eine zweite Dauerdruckplatte, eine Ersatzdüse und eine Garantiekarte befinden sich ebenfalls im Lieferumfang.

Technische Details zum Tevo Tornados

Bei eingestellten 65°C erreicht das 230V-Druckbett diese Temperatur binnen weniger Sekunden.
Bei eingestellten 65°C erreicht das 230V-Druckbett diese Temperatur binnen weniger Sekunden.

Der Druckbereich des Tevo Tornados ist großzügig und liegt bei 30cm x 30cm x 39,5cm, das sind 35,55 Liter Druckvolumen. Das Heizbett besteht aus einer 230V Silikonmatte, welche binnen weniger Minuten (eher Sekunden) auf die gewünschte Temperatur heizt. An dieser Stelle ist Vorsicht geboten, da das Heizbett direkt mit 230V Netzspannung über ein SSR-Modul angesteuert wird und sich keine Erdungsleiter am Heizbett oder am Druckerrahmen befinden. Auf dem Heizbett befindet sich eine Dauerdruckmatte, welche für eine optimale Haftung sorgt. Dies durfte ich bereits beim Aufbauen spüren. Der Testdruck, welcher im Werk erstellt wird, klebt regelrecht an dieser Matte fest.

Der Tevo Tornado wird größtenteils schon fertig montiert geliefert. Es müssen lediglich zwei Winkel angeschraubt werden, die die beiden großen Teile miteinander verbinden. Danach montiert man das Druckbett mit den mitgelieferten Federn und Schrauben und schließt die verpolungssicheren und gut gekennzeichneten Stecker der Controlbox am 3D Drucker an. Und schon kann der erste Testdruck beginnen, sofern man das Druckbett ordentlich ausrichtet.

Ein wirklicher Nachteil sind die zu kurz geratenen Kabel der Control-Box. Durch die vorgegebene Kabellänge ist man in der Position für die Control-Box sehr eingeschränkt, wodurch man sie letzendes neben 3D Drucker stellen muss.

Als Extruder kommt der beliebte Titan Extruder im Tevo Tornado zum Einsatz. Der Nema17 wird mittels Untersetzungsgetriebe mehr Kraft einverleibt. Ein Wechsel des Filaments ist dank eingebauter Feder und Druckhebel kinderleicht.

Der Titan Extruder verrichtet hervorragende Arbeit. Ich konnte bisher kein durchrutschendes Filament vernehmen, oder gar Schrittverluste vom Schrittmotor. Selbst bei vielen und schnellen Retracts liefert er gute Ergebnisse.

Erste Druckergebnisse

Das erste Druckergebnis lies nicht lange auf sich warten. Der Tevo Tornado ist binnen weniger als zwei Stunden aufgebaut und das Druckbett gelevelt. Nur noch schnell Cura starten, die Daten zum Tevo Tornado eingeben und mit einem Standardprofil – 0,1mm Layerheight – einen 20mm Testwürfel gedruckt.

Der Tevo Tornado ist ein wirklich pflegeleichter und unkomplizierter Drucker. Er arbeitet solide vor sich hin. Modell auf thingiverse suchen, slicen und drucken. Ab und zu habe ich das Druckbett noch einmal genauer leveln müssen, weil mit dem steigendem Vertrauen in den 3D Drucker auch die Druckobjekte sich vergrößern. Aber im Gesamten betrachtet, muss man wirklich wenig Wartungsarbeiten in diesen 3D Drucker stecken.

Die Druckereinstellungen in Cura für den Tevo Tornado:

Tevo Tornado im Dauertest

 

Der Tevo Tornado druckt mittlerweile seit über vier Wochen fast täglich für mich. Meistens handelt es sich hierbei um Bauteile für meinen Delta 3D Drucker. Das Letzte, was der Tevo Tornado für mich gedruckt hat, war eine Turbine für einen Staubsauger. Gedruckt wurde sie mit den Standardeinstellungen in Cura bei einer Schichthöhe von 0,2mm. Für eines der ersten Ergebnisse finde ich diesen Druck durchaus gelungen. Natürlich könnte man auch hier noch einige Stellen optimieren.

Unter der Haube

In der Controllerbox arbeitet ein MKS Base in der Version 1.4 mit einem aktuellen 1.1.4 Marlin. Der Tevo Tornado eignet sich deshalb auch prima zum Upgraden eines Auto-Bed-Leveling-Sensors. Die gesamte Elektronik ist in der RepRap-Szene bekannt, sodass es auch nicht sonderlich schwer ist, günstig an Ersatzteile zu kommen. Im Vergleich zum Micro M3D (Siehe Bericht) ist dies ein immenser Pluspunkt, da beispielsweise ein defektes Board einem Kapitalem Totalschaden gleich kommt.

Gutschein für den Tevo Tornado

Über den folgenden Gutscheincode und Link zu Gearbest habt ihr die Möglichkeit, den Tevor Tornado günstiger zu erwerben.

Coupon: TEVOTornadoEU

 

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Coupon Preis: €264.93

 

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Fazit

Der Tevo Tornado ist einer der besten 3D Drucker für Einsteiger, den ich kenne. In meinen Augen ist der Tevo Tornado eine sinnvolle Investition, auch wenn er das doppelte kostet vom Anet A8 (China Clone). Gerade das großzügige Druckvolumen und das Heizbett machen einiges wieder wett, sodass der Tevo Tornado ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis bietet. Das größte Manko vom Tevo Tornado sei auch nochmal im Fazit erwähnt: Der fehlende Erdungsleiter am Gehäuse/Druckbett.

Summary
Review Date
Reviewed Item
Tevo Tornado
Author Rating
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Kommentare

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2 Gedanken zu „Testbericht: Tevo Tornado von Gearbest

  • 8. Januar 2018 um 15:24
    Permalink

    Hallo Patrick

    Vielen das für das ausführliche Review. Ich habe mich ebenfalls für den Tevo Tornado entschieden und diesen nun seit gut 20 Betriebsstunden im Einsatz.

    Zwei Fragen fallen mir spontan ein.

    1. Gibt es eine Lösung für das Problem mit dem Erdungsleiter? Ein Tutorial oder anschaulichen Schalt-/Bauplan?

    2. Y-Layer Versatz. Dieser scheint verbreitet und mittels Anpassung der Versorgungsspannung des Y-Steppermorors zuverlässig lösbar zu sein. Bei mir treten diese auf wenn ich in Cura 3.1 mit Creality CR-10 Profil drucke. Immer in der Schicht in der zwischen Infill und Boden-/Deckschicht gewechselt wird. Manchmal auch dazwischen.

    Wie sind Deine Erfahrungen?

    Gruss,
    Mirco

    Antwort
    • 15. Januar 2018 um 20:26
      Permalink

      Hallo,

      Zu 1) Die Lösung wäre nach EDV Norm einen Erdungsleiter an das Steuergehäuse zu machen und an den Rahmen vom Drucker.

      Zu 2) Ich hatte bisher noch nicht einen Y oder X Versatz. Fahre maximal mit 60mm/s. Ich glaube in erster Linie wäre es sogar sinnvoller passive Kühler auf den Treibern anzubringen, diese sind nämlich von Werk aus völig ungekühlt.

      Grüße

      Antwort

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